Statuten der Ressource und Schützen-Gesellschaft Helmbrechts

Seit vielen Jahren bestanden in hiesiger Stadt zwei nicht politische Vereine unter dem Namen: „Ressource“ und „Schützen-Gesellschaft“.
Die ältesten Statuten der ersteren sind vom Jahre 1815, die neueren vom Jahre 1840 und die hohe Regierungs-Genehmigung datiert vom 31. Dezember 1834.
Die Ressource hat nach der Erbauung des hiesigen neuen Schießhauses vom Jahre 1854 an ihr Lokal mietweise in letzterem, und wurde diejenigen Mitglieder der Schützengesellschaft, welche noch nicht Mitglieder der Ressource waren, als solche aufgenommen und damit der erste Schritt zur Vereinigung dieser beiden Vereine getan. Am 28.Februar 1858 wurde auch in einer Generalversammlung von den Mitgliedern beider  Gesellschaften die gänzliche Verschmelzung beider Vereinen in einen beschlossen und der Name: „Ressource und Schützengesellschaft“ angenommen. Dieser neue und gegenwärtig noch bestehende Verein hatte nach einem von einem Komitee hergestellte Entwurf sich in einer Generalversammlung vom 28. März 1858 Statuten gesetzt, die am 4. April 1858 vom kgl. Landgericht  Münchberg als Distriktspolizeibehörde die Genehmigung erhielten. 
Die hiesige Schützengilde ist nach der Hofer einer der ältesten bestehenden unseres Kreises, und erhielt früher unter hochfürstlich brandenburgischer und auch noch einige Jahre unter kgl. preußischer Regierung nach Bericht des hiesigen Stadtmagistrats vom 22. November 1828 jedes Mal zu Schützenmahlzeit am Festschießen von der hiesigen Wildmeisterei resp. vom kgl. Forstamt Geroldsgrün einen Hirschen unentgeltlich geliefert.
Im Jahre 1803 wurde von den Mitgliedern dieser Schützengilde an der Kulmbacher Straße ein Schießhaus von Holz erbaut, das einen Kostenaufwand von 233 fl. erforderte, im Jahre 1835 aber wegen Gefährlichkeit des Schießens an genannter Straße der Bau eines neuen massiven Schießhauses auf hiesigen „Buchberge“ beschlossen und unter aufopfernder Hingabe des damaligen Bürgermeisters Albrecht Knopf und anderer Gesellschaftsmitglieder der Aufbau des gegenwärtigen Schießhauses im Jahre 1854 durch Aktien im Betrage von 2000 fl. und durch Aufnahmen eines verzinslichen Passivkapitals zu 1500 fl. bewerkstelligt.
Diese 1500 fl. wurden in Jahre 1875 zurückbezahlt und zum Zwecke der Vergrößerung des Saales und Erbauung einer Kegelbahn in ein Anuitäten-Kapital von 5800 Mark umgewandelt, welch letzteres nach 52 Jahren amortisiert ist.


Schützenhaus 1896

Schützenhaus 1928

Bundessch.1928 - Festzug

Bundessch.1928 - Ochsenbraterei

Aufnahme-Urkunde von 1920

Helmbrechtser Schützen-Kameradschaftsabend 6. Januar 1940

 

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